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Ratgeber

Abschied - Sterbebegleitung

Wie die Sterbebegleitung beim Menschen, kann auch die Begleitung des sterbenden Haustieres sinnvoll sein. Der Umgang mit dem Verlust eines geliebten Tiers, fällt dem Halter oft sehr schwer. Um diese schwere Last nicht alleine zu tragen und möglichst die richtigen Entscheidungen zu treffen, kann eine Fachperson zugezogen werden.

Sterbebegleitung umfasst mehr als die Begleitung des sterbenden Wesens. Der Tierhalter sowie dem Tier nahe stehende Menschen und Tiere sollten ihre Beachtung in diesem Prozess finden. Auch wenn wir in unserem Leben stets dem Wandel und Abschied begegnen, so nehmen wir diesen oft nur vordergründig war. Geht es aber um den Abschied des eigenen Tieres, so fällt uns das Los- und Gehenlassen enorm schwer.

Eine Sterbebegleitung beginnt dann, wenn ein Mensch für sich und/oder für das sterbende Tier nach einer Unterstützung fragt. Sterben, loslassen und sich verabschieden ist auch bei Tieren ein individueller Prozess. Oft widerspiegelt das Sterben die Art und Weise, wie das Tier gelebt und was es in seinem Leben ausgezeichnet hat. Bei der Sterbebegleitung geht es in erster Linie darum, dem Tier die Unterstützung zu geben, seinen eigenen Prozess und seinen Weg zu gehen. Manchmal hilft es, wenn die Tiere noch einmal ausdrücken können, was sie bewegt, was ihnen wichtig ist oder was ihre Botschaft ist. Dabei kann eine telepathische Kommunikation gut sein. Manchmal hilft es auch, wenn das Tier von seinen körperlichen Beschwerden entlastet wird. Dies kann durch Therapieformen wie Tellington Touch, Shiatsu, Akupressur, etc. oder auch durch Heil- oder Schmerzmittel erfolgen. Manche Tiere brauchen noch einen letzten Rundgang durch ihre gewohnten Reviere oder zu ihren Lieblingsplätzen.

Weil es im Sterbeprozess des Tieres viele Entscheidungen des Halters zu treffen gibt und das endgültige Loslassen vom geliebten Tier sehr viel Mut und Kraft erfordert, kann es für den Menschen in dieser emotionalen Ausnahmesituation sehr wertvoll sein, eine kompetente und einfühlsame Unterstützung zu erhalten. In den meisten Fällen ist der Tierarzt die Ansprechperson für gesundheitliche Fragen, wie auch für die Entscheidung einer Euthanasie. Da der gesamte Prozess viel mehr als die medizinische Seite umfasst und die richtige Entscheidung seine Zeit braucht, ziehen manche Menschen Freunde bei. Das Da-sein und das Mit-fühlen ist in dieser Zeit enorm wichtig.

Von Menschen, welche professionelle Hilfe im Sterbeprozess anbieten, kann darüber hinaus noch anderes erwartet werden. Sie sollten fähig sein, grosse Trauer anderer auszuhalten, die Impulse sowohl vom sterbenden Tier, wie auch die des Tierhalters wahr zu nehmen und ihnen Raum zu geben. Die Bedürfnisse des Menschen gilt es zu erfragen und daraus die Unterstützung in gegenseitiger Absprache abzuleiten. Selbstverständlich bleibt auch in dieser Situation die Kompetenz und das Wissen über den stimmigen Ablauf beim Tierhalter.

Der Hunderatgeber.ch bedankt sich bei Frau Doris Lötscher für die fachliche Unterstützung zu diesem Thema.


Tierkrematorium Kirchberg 3422 Kirchberg